Setter

VDS - RASSEPORTRAIT

Irish-, English-, Gordon- und Irish Red & White-Setter. Vier völlig verschiedene Hundetypen, vereint in der Rasse der Setter. Und individuell doch so verschieden. Verschont von Manipulationen an Ohren und Ruten sowie anderen Geschmacksauswüchsen hiesiger "Züchterei" ist er geblieben, was wir so an ihm lieben: 

Ein Hund!

Fragen Sie mal jemanden auf der Strasse, ob er weiß, was ein Setter ist.
Meist bekommt man zur Antwort: "Klar, dass sind doch diese rotbraunen Hunde mit dem langen Fell."
Gemeint ist stets der Irish-Setter, mithin der bekannteste der von uns vertretenen Rassen. Sein Ursprungsland ist, wie sollte es anders sein, Irland.
Dort ist seine Existenz bis ins 17. Jahrhundert zurück zu verfolgen.
Der Irish-Setter wirkt durch sein rassiges und athletisches Erscheinungsbild. Der Betrachter erkennt in ihm weniger einen kräftigen und muskulösen, sondern vielmehr einen durchtrainierten und elastischen Hund. Wer ihm zu lange in seine treuen dunklen, haselnußfarbenen Augen schaut, ist schnell gefangen.
Sein mahagonirotes, seidiges Fell trägt ein übriges zur insgesamt aristokratischen Erscheinung des Irish-Setters bei.

Das Ursprungsland ist Großbritannien. Den typischen English-Setter züchtete Ende des 19. Jahrhunderts ein gewisser Mr. Laverack.
Widersprechen Sie gern, wenn wir behaupten, er ist der eleganteste unter den Settern.
Doch es gibt kaum etwas schöneres, als die freie, anmutige Bewegung eines "Engländers" zu beobachten, der mit natürlich hoch getragenem Kopf stets den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermittelt.
Durch die Vielfalt der Farbenspiele zieht dieser Rassetyp immer wieder die Blicke auf sich: 

  • Der English-Setter zeigt sich in den Farben "bluebelton" (schwarz und weiß), "orangebelton" (orange und weiß), "lemonbelton" (zitronenfarben und weiß), "liverbelton" (Leberbraun und weiß) und "tricolour", die vielleicht begehrteste Farbvariante, bestehend aus bluebelton und "tan" bzw. liverbelton und "tan". "Tan" steht hier für dunkel- bis mittelbraune Farbtüpfelungen. Weiß ist stets die Grundfarbe.

Der Gordon-Setter wurde 1820 durch die Zucht des Lord Alexander Gordon bekannt. In den Rassebeschreibungen des Gordon-Setters finden sich stets zwei Attribute wieder: Intelligenz und Gelassenheit.
Dem kann man grundsätzlich zustimmen, wobei sich die Gelassenheit erst im Alter von 7 - 8 Jahren einstellt. Dieser Rassetyp besticht insbesondere durch seine vollkommen harmonischen Proportionen und den ausgewogenen Körperbau.
Nicht umsonst werden seine Konturen häufig mit denen eines Vollblüters verglichen. Wer ihm in die dunklen, ausdrucksvollen Augen schaut, erkennt Warmherzigkeit, aber auch Entschlossenheit.
Sein tiefglänzendes, kohlschwarzes Haarkleid sorgt nicht nur im Dunklen für eine imposante Erscheinung, so dass sich seiner Begleiterin niemand Unerwünschtes so schnell nähern wird. Das tiefdunkle Haarkleid ist unterbrochen durch den sogenannten "Brand", erkennbar an leuchtend kastanienroten Abzeichen, die insbesondere durch deutlich sichtbare Punkte über den Augen erkennbar sind.
Weiterer "Brand" findet sich u.a. stets an den Seiten des Fanges, an der Kehle und in Form von zwei großen, deutlich abgesetzten Flecken an der Brust.

Wiederum aus Irland stammt der Irish Red & White-Setter. Er fand erstmals Erwähnung im 18. Jahrhundert in Verbindung mit Lord Rossmore.
So kannte man diesen Hund also zunächst als "Rossmore-Setter". Nachdem er beinahe gänzlich aus der Hundewelt verschwunden war, hat man sich seiner noch gerade rechtzeitig erinnert, sodass es heute ca. 100 Vertreter dieser Rasse in Deutschland geben dürfte.
Auf der Crufts erschien erstmals 1980 ein Red & White-Setter und sorgte für großes Aufsehen.
Der Irish Red & White-Setter ist mit einer liebenswürdigen, freundlichen Grundhaltung ausgestattet, hinter der sich Entschlossenheit, Mut und vor allem Energie verbergen. Er ist der am wenigsten bekannte Rassetyp. Entsprechend häufig werden Irish Red & White-Setter und Münsterländer verwechselt, was den jeweiligen Besitzern den Schweiß auf die Stirn treiben dürfte, haben sie doch so wenig miteinander gemein.
Der Irish Red & White-Setter ist ein starker, kraftvoller und sehr gut proportionierter Hund, der keinerlei Anzeichen von Schwerfälligkeit zeigt. Nicht von ungefähr wird er als eher athletisch denn rassig beschrieben. Die Grundfarbe dieses Rassetyps ist weiß, mit nicht durchbrochenen roten Flächen, die wie gut abgegrenzte Inseln auf dem Körper liegen. Sowohl das Weiß als auch das Rot zeigen ein Maximum an Intensität und Leuchtkraft.
Der Rot/Weiße entwickelt eine starke Bindung zum Besitzer und erweist sich als sehr aktiv, stets aufmerksam und ungeheuer arbeitswillig.

Nur wer alle vier kennt, kennt die Qual der Wahl!

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